Donnerstag, 14. November 2013

"Kuller-Po-Jeans"

Unsere Kleinste brauchte neue Hosen. Meine Mittlere hatte als Kleinkind eine gekaufte Hose mit einer Passe am Po, die so eine niedliche kullerige Form gab. Und so lange unsere Minimaus noch mit Windeln rumläuft, wollte ich ihr so eine Hose nähen, bzw mehrere. Also habe ich einen Schnitt ausgetüftelt. Und ich bin sehr zufrieden. :)

Ich habe schon vor Wochen oder sogar Monaten einige Jeans von meinem Großen und mir aussortiert und aufbewahrt, um daraus Hosen für die Kleine zu machen. Allerdings hat die Jeans in Gr. 146 vom Großen nicht ganz ausgereicht, um ganze Stücke auszuschneiden. Es war ziemlich knapp, das Schnittteil passte in der Breite um 1,5cm nicht, aber schmaler wollte ich die Hose für die Kleine nicht machen. Daher hatte ich die Idee, das Vorder- und Hinterteil in einem Stück zuzuschneiden, indem ich die beiden Schnittteile mit den Nahtlinien der seitlichen Außennähte jeweils auf die seitl. Außennaht der zu verwertenden Jeans lege und sozusagen diese Naht ebenfalls wiederverwende.

Soweit so gut, allerdings ist da ja noch die Passe, die an das hintere Hosenbein oben angesetzt werden muss. Zuerst dachte ich daran, das Schnittteil in die entstandene Ecke einzusetzen und dann aus der Lücke zur Mitte hin einen Abnäher zu machen. Aber dann hatte ich eine andere Idee, die auch noch tolle gestalterische Möglichkeiten mitbringt.
Ich habe die Passe nach vorne auf die Vorderseite der Hose gezogen.

 Mit kleinen Schlaufen aus Satinband

 Mit einem Stückchen Webband

 Mit Zackenlitze




Ich finde ja, rein optisch müssen Jeanshosen Taschen haben, andererseits brauchen knapp zweijährige Kinder (bzw meine Kinder in dem Alter) keine Hosenttaschen. Und nun mit der nach vorne gezogenenen "Kuller-Po-Passe" und dem "Schummel-Reißverschluss-Schlitz" fehlt der Jeans optisch nichts mehr. Und so ist "umständehalber" etwas Tolles und Neues in meinem Schnitt entstanden. :)


Ein Tragefoto, auf dem der Kuller-Po  richtig zur Geltung kommt, ist mir leider nicht gelungen. Man sieht auch, dass die Hose noch etwas groß ist.

Wenn man Jeanshosenbeinsäume umschlägt, hält das ja ziemlich gut, daher habe ich die Hosen recht groß genäht. Die sollten jetzt lange passen. Den Hosenbund habe ich mit verstellbarem Gummizug versehen. Mal sehen, ob der Stoff so lange mitmacht, wie die Hose passt.

Während ich die Hosen genäht habe, fiel mir etwas ein, das ich vor vielen Jahren gesehen habe - eine Jeans, die mit "Chenille-Technik" gearbeitet war. Und das wollte ich gerne mal probieren und da die Kleine neue Puschen brauchte, war das mein Probier-Stück. Das zeig ich dann im nächsten Post.
Da zeig ich dann auch, wie man mit einer kleinen Änderung an seinem Puschen-Schnittmuster, noch mehr Comfort erreichen kann . Sowohl mit Leder- als auch mit Stoff-Puschen

Liebe Grüße, Leela


Kommentare:

  1. Hallo Leela,
    ich finde die Hose klasse
    und durch die vorgezogene Passe
    sieht es ja fast wie Taschen aus.
    Liebe Grüße
    nähoma

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  2. PS
    auf deine Änderung an den Puschen bin ich schon gespannt.
    Grüße
    Nähoma

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