Samstag, 30. November 2013

Flauschi-Puschen

Ich habe endlich mal die sogenannte Chenille-Technik ausprobiert. Schon vor Jahren habe ich mal so eine Jeans an einem kleinen Mädchen gesehen und war begeistert. Die Jeans war ganz flauschig und zwischen den Flauschis war ein toller gemusterter Stoff zu sehen.
Da ich neue Puschen für unsere Jüngste nähen wollte, wurden die Kappen meine Flauschi-Jeans-Probierstücke.

So habe ich es gemacht:
 Nahtlinien vorzeichnen.
Achja, natürlich muss gemusterter Stoff unter dem Jeansstoff sein. Mit der rechten Stoffseite zur linken Stoffseite des Jeansstoffs.
 Ich hab die Nähte mit dreifachem, geraden Stich gemacht.
 Dann genau in der Mitte zwischen den Nähten den Jeansstoff eingeschnitten. Dabei den gemusterten Stoff darunter nicht beschädigen.
Dann eine Runde in die Waschmaschine.


So richtig gelungen finde ich es leider nicht. Naja, aber sie sehen schon witzig aus.
Ich habe die Kappen nur gewaschen und nicht auch noch in den Trockner gegeben, wahrscheinlich liegt es auch daran, dass mein Ergebnis nicht so toll geworden ist. Es gibt noch andere Faktoren, die da auch noch mitspielen. Da ich ja Bögen geschnitten habe, ist mir aufgefallen, dass sich der Stoff unterschiedlich gut "flauscht" je nach Winkel des Schnitts zum Fadenlauf. Der Abstand der Nähte sollte vielleicht auch noch etwas enger sein. Na, da werde ich wohl nochmal forschen.

Für Puschen-NäherInnen:
Auf dem einen Bild kann man ja schon sehen, dass die Kappe oben eine gebogene Kante hat.
Diese Kappenform habe ich vor einigen Jahren entwickelt, weil es mich immer so gestört hat, wenn ich an den Seiten der Puschen so einen dicken Knubbel aus mehreren Lagen Stoff und/oder Leder hatte, der entsteht, wo sich Kappe und Fersenteil überlappen. Besonders dick wurde es, wenn man noch ein Band auf die Kappe näht, um die Löcher für das Gummiband zu verdecken. (Bei einer Lederkappe kann man diese Löcher auch mit einem Motiv verdecken, das kommt dann nicht mit in die Naht.)
Ich habe damals Puschen aus Wollwalkstoffen für kleine Babys vor dem Krabbelalter genäht (als "Sockenhalter") und in diesen Dimensionen störte das besonders.

Wenn man also das Kappenschnittteil, welches man aus Leder einfach mit einer geraden Kante schneiden würde, und aus Stoff ca. 2,5cm höher zuschneiden und umschlagen würde, um diesen Bogen ergänzt(hier rosa hervorgehoben), kann man diesen gebogenen Teil mit zwei Knopflöchern für das Gummiband versehen, dann umschlagen und steppen, so dass keine weitere Stofflage in die Sohlennaht kommt. Dadurch sind die Puschen viel gemütlicher. Um so kleiner die Puschengröße, um so größer der Effekt.



Falls es Fragen geben sollte, immer her damit ! :)

In meinem nächste Post geht es um den 2.Geburtstag meiner Jüngsten und danach ist endlich Weihnachten dran. Ich habe schon ein paar schöne Ideen, mit denen ich mich beim Weihnachtszauber von Gesine von Allie-and-me-Design einbringen kann. 

LG Leela



Donnerstag, 14. November 2013

"Kuller-Po-Jeans"

Unsere Kleinste brauchte neue Hosen. Meine Mittlere hatte als Kleinkind eine gekaufte Hose mit einer Passe am Po, die so eine niedliche kullerige Form gab. Und so lange unsere Minimaus noch mit Windeln rumläuft, wollte ich ihr so eine Hose nähen, bzw mehrere. Also habe ich einen Schnitt ausgetüftelt. Und ich bin sehr zufrieden. :)

Ich habe schon vor Wochen oder sogar Monaten einige Jeans von meinem Großen und mir aussortiert und aufbewahrt, um daraus Hosen für die Kleine zu machen. Allerdings hat die Jeans in Gr. 146 vom Großen nicht ganz ausgereicht, um ganze Stücke auszuschneiden. Es war ziemlich knapp, das Schnittteil passte in der Breite um 1,5cm nicht, aber schmaler wollte ich die Hose für die Kleine nicht machen. Daher hatte ich die Idee, das Vorder- und Hinterteil in einem Stück zuzuschneiden, indem ich die beiden Schnittteile mit den Nahtlinien der seitlichen Außennähte jeweils auf die seitl. Außennaht der zu verwertenden Jeans lege und sozusagen diese Naht ebenfalls wiederverwende.

Soweit so gut, allerdings ist da ja noch die Passe, die an das hintere Hosenbein oben angesetzt werden muss. Zuerst dachte ich daran, das Schnittteil in die entstandene Ecke einzusetzen und dann aus der Lücke zur Mitte hin einen Abnäher zu machen. Aber dann hatte ich eine andere Idee, die auch noch tolle gestalterische Möglichkeiten mitbringt.
Ich habe die Passe nach vorne auf die Vorderseite der Hose gezogen.

 Mit kleinen Schlaufen aus Satinband

 Mit einem Stückchen Webband

 Mit Zackenlitze




Ich finde ja, rein optisch müssen Jeanshosen Taschen haben, andererseits brauchen knapp zweijährige Kinder (bzw meine Kinder in dem Alter) keine Hosenttaschen. Und nun mit der nach vorne gezogenenen "Kuller-Po-Passe" und dem "Schummel-Reißverschluss-Schlitz" fehlt der Jeans optisch nichts mehr. Und so ist "umständehalber" etwas Tolles und Neues in meinem Schnitt entstanden. :)


Ein Tragefoto, auf dem der Kuller-Po  richtig zur Geltung kommt, ist mir leider nicht gelungen. Man sieht auch, dass die Hose noch etwas groß ist.

Wenn man Jeanshosenbeinsäume umschlägt, hält das ja ziemlich gut, daher habe ich die Hosen recht groß genäht. Die sollten jetzt lange passen. Den Hosenbund habe ich mit verstellbarem Gummizug versehen. Mal sehen, ob der Stoff so lange mitmacht, wie die Hose passt.

Während ich die Hosen genäht habe, fiel mir etwas ein, das ich vor vielen Jahren gesehen habe - eine Jeans, die mit "Chenille-Technik" gearbeitet war. Und das wollte ich gerne mal probieren und da die Kleine neue Puschen brauchte, war das mein Probier-Stück. Das zeig ich dann im nächsten Post.
Da zeig ich dann auch, wie man mit einer kleinen Änderung an seinem Puschen-Schnittmuster, noch mehr Comfort erreichen kann . Sowohl mit Leder- als auch mit Stoff-Puschen

Liebe Grüße, Leela